Schulstrukturreform ja, aber es kommt drauf an wie!
Sascha Steuer, MdA – Bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
Der Senat hat eine Schulstrukturreform beschlossen. Im Wesentlichen geht es um die Zusammenlegung der Schulformen neben dem Gymnasium. Für den Erfolg der Strukturreform sind jedoch neben der Veränderung der Schulformen auch die Ausstattung und die individuelle Förderung der Schüler entscheidend, hier gibt es große Defizite.
Es ist fraglich ob die ehemaligen Hauptschüler in den Klassen der künftigen Sekundarschule mit 25 statt bisher 17 Schülern gut unterrichtet werden können. Es ist fraglich ob es klug ist, kleinere Schulen zu schließen und große Schulen zu Mammutschulen auszubauen. Es ist fraglich ob die geplante Schülerlotterie nicht gerade die nachgefragten Schulen kaputt machen wird. Es ist fraglich ob eine Schulreform gelingen kann, die die Grundschulen nicht einbezieht. Es ist fraglich ob es klug war nicht einen überparteilichen Konsens herzustellen um endlich einmal langfristig Ruhe in das Schulsystem zu bekommen.
Mit der Berliner Bildungskonferenz soll der Versuch unternommen werden politisch überparteilich und in Zusammenarbeit mit den Verbandsvertretern und Wissenschaftler
n einen weitgehenden Konsens in der großen Linie und den wesentlichen Einzelpunkten herzustellen. Nur so kann die Schulstrukturreform genug Unterstützung finden, motivieren und damit letztlich erfolgreich sein.
Für die CDU sind dabei folgende Punkte besonders wichtig. Wir wollen
- kleinere Schulstandorte mit besonderen Profilen zu erhalten
- die Strukturdebatte beenden und das Gymnasium langfristig anerkennen
- die Qualität der Abschlüsse erhalten und die Niveaus nicht absenken
- den Unterrichtsausfall deutlich reduzieren
- die Schülerlotterie verhindern
- die Qualität auch im Elementar- und Grundschulbereich verbessern


